Toxizitätsniveau der Konservierungsmittel in den Augenpflegeprodukten: Eine Frage des Gleichgewichts


Die Toxizität einer Substanz hängt, u.a., von ihrer Konzentration ab. Die Konzentration des Konservierungsmittels in Augenpflegeprodukten soll gewährleisten, dass ihre keimtötende Wirkung ungefähr vier Wochen lang hält.

Gemäß der Bibliografie lassen sich drei Kategorien Konservierungsmittel definieren:

1

Konservierungsmittel mit hohem toxischen Niveau.

Zu dieser Kategorie gehören Konservierungsmittel wie das Thimerosal und das Benzalkoniumchlorid (BAK), die über längere Zeit ohne augenärztliche Kontrolle nicht verwendet werden sollten, weil die Augengesundheit darunter erheblich leiden würde.

2

Konservierungsmittel mit sehr niedrigem toxischen Niveau (kaum reizend).

In dieser Gruppe erscheinen Konservierungsmittel wie Polyquatemium und Polyhexanid-biguanid (PHMB). Ihre Wirksamkeit und Sicherheit wird durch biologische Sicherheitsuntersuchungen belegt, die ergeben, dass sie nicht zytotoxisch oder reizend sind. In sehr geringen Mengen sind sie sehr wirksam.

3

Konservierungsmittel ohne Toxizität.

In dieser Kategorie wurden Purite und Wasserstoffperoxid (in sehr kleinen Mengen) aufgenommen, die eine sehr hohe Effizienz aufweisen und in kleinen Mengen unschädlich sind, weil sie im menschlichen Augen in Wasser und Kochsalz zerfallen.